March 6, 2016

Ein Klassiker: Der Schoko-Guglhupf


Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass auf meinem Blog, bzw. generell unter meinen Rezepten ein absoluter Klassiker noch fehlt: Der Guglhupf!
Ich muss sagen, der Guglhupf und ich haben ein leicht gespaltenes Verhältnis, was seine Zubereitung betrifft. Irgendwie tendiere ich dazu, ihn zu wenig lang zu backen (ja, es ist bekannt, die Sache mit der Geduld ist nicht meine Stärke), und dann wird er "spindig" - also, ist innen nicht durch. Oder ich schaffe es irgendwie, obwohl ich die Form eigentlich immer gut fette, ihn beim herausstürzen in zwei oder mehrere Stücke zu zerteilen. Aus diesem Grund hat es der ein oder andere gebackene Gugl, wie wenig sozial von mir, aus optischen Gründen noch nicht auf meinen Blog geschafft ;-)
Dieser hier allerdings könnte ein Freund werden - unkompliziert, schokoladig und unglaublich saftig... klingt nach einem Date... ;-)



Der Guglhupf gehört in die traditionelle Österreichische Küche so wie  Apfelstrudel und Kaiserschmarren: Er ist hier fest verankert und jedem ein Begriff. Der Kärntner Reindling ist sogar einer der bekanntesten seiner Vertreter, und wird - wie der ursprüngliche Gugl auch - aus Germteig zubereitet.
Es wird gemunkelt, dass bereits die Römer Kuchen in dieser Form gebacken haben... aber was wird denen nicht nachgesagt ;-) - die Form allerdings macht aus praktischen Gründen Sinn: Sie sorgt nämlich dafür, dass der Kuchen von allen Seiten gleichmäßig durchgebacken wird - daher das "Loch" in der Mitte.
Bei der Teigart ist er nicht heikel - Germ-, Biskuit- oder Rührteig, alles was schmeckt kann gebacken werden. Auch die Varianten sind endlos: Vom  einfachen Rührteig über den bekannten Marmorguglhupf, Varianten mit Topfen, dem klassischen Kaisergugl, mit getränkten Rosinen bis hin zu allen möglichen Abwandlungen mit Schokoladen, Nüssen, Likören und Früchten - irgendetwas ist für jeden dabei. Seine Eigenschaften als "trockener" Kuchen ohne Sahne (also Haltbarkeit) werden von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen geschätzt.

In meinem Fall habe ich mich an einen wirklich feinen, saftigen Schokolade-Guglhupf gewagt. Erst wollte ich ihn auch noch mit Schokolade überziehen, aber er war bereits angenehm süß genug und so saftig, dass es der klassische Staubzucker-Überzug tut - und das steht ihm auch ganz ausgezeichnet :) - die Familie ist begeistert, und ich, obwohl sonst eher der Creme-Typ, absolut überzeugt:


Klassischer Schoko-Guglhupf

für eine 1,5 Liter Form

Eine Guglhupf-Form fetten.
Ofen auf 160°C Heißluft vorheizen (sonst: 180°C O/U)

100 g dunkle Schokolade (je mehr Kakaoanteil, desto besser) mit
140 g Butter schmelzen und leicht auskühlen lassen.

3 große Eier (oder 4 kleine) mit
130 g Zucker gut schaumig schlagen.
80 g Weizenmehl,
80 g Dinkelvollkornmehl,
50 g Haselnüsse
2 TL Backpulver und
1 Prise Salz mischen und kurz unter die Eiermischung rühren.

50 ml Milch 
+ 2 EL Rum zufließen lassen, kurz mischen.

Den Teig in die Guglhupf-Form geben.

100 g Schokolade nach Wunsch (bei mir war's Haselnuss mit Stückchen) in kleine Stücke hacken und auf die Masse geben. Leicht mit dem Löffel unterziehen (sie sinken beim Backen sowieso ein).

Ca. 40 Minuten backen lassen (Garprobe). Vollständig in der Form auskühlen lassen und dann stürzen.

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