July 13, 2015

Schneewittchen Schnittchen - ein Himbeer-Mohn Traum

Endlich wieder richtig Sommer! Das waren geniale Tage, nicht wahr? Na gut, bei 37°C wird's zugegebenermaßen auch mir ein bisschen zu heiß, aber bis dahin war's der pure Genuss... vor allem, weil unser "Himbeerwald" heuer sehr viele Früchte trägt.
Die meisten Menschen, die Himbeersträucher haben, reihen diese ja schön nach Reih' und Glied wie an einem Spalier auf. So ist das bei uns nicht wirklich. Früher hatten wir ein paar dünne Zweige die einige Himbeeren trugen, die wir herunter naschten, ob sie jemals für mehr als ein Glas Marmelade reichten weiß ich nicht mehr. Meine Eltern setzten die Himbeer-Stöckchen zu uns in die Hühnerweide... und nun, etwa 10 Jahre später, gibt es einen ganzen Himbeerwald. Jedes Jahr im Frühling schlagen wir schon im Vorhinein ein paar kleine Straße durch die Stauden, und wenn die Himbeeren dann reif sind, merkt man davon nichts mehr... aber eine Machete wäre nett ;-)
Aromatisch sind sie aber in diesem Jahr unübertroffen. Ein paar Kilo sind schon geerntet und einige in den Mägen verschwunden... gut, dass so gesunde Früchte sich nicht 1:1 in Hüftgold verwandeln ^^



Ein Grund warum der Genuss von Himbeeren keine "Sünd" ist, ist die Liste ihre genialen Inhaltsstoffe: Ihre Ballaststoffe regen unsere Verdauung an, und wenn man die 75% Wasser aus denen sie besteht wegrechnet, dann bleiben noch wunderbare B-Vitamine, Vitamin C, sowie die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan und sogar Eisen übrig.  Das wirkt sich bei erhöhtem Konsum natürlich umso positiver aus ;-)
Die Beeren (die eigentlich einsamiges Steinobst sind... die Botaniker und ich werden einfach niemals Freunde werden) sollten immer sehr schnell und frisch verarbeitet werden, da sie schnell schlecht werden. Neben der besten Verwertungsmethode (frisch vom Strauch) sind Marmeladen, Kuchen, Kombinationen mit Milchprodukten und sogar Salate möglich und empfehlenswert.

Übrigens sind selbst gekaufte Himbeeren wenig mit Schadstoffen belastet - sie halten Pestizide nämlich nicht gut aus und würden bei deren Verwendung sehr schnell eingehen. Trotzdem sollte man sehr genau auf die Herkunft achten, da, wie bereits erwähnt, Frische hier ein besonders hohes Qualitätsmerkmal ist.

SCHNEEWITTCHEN-SCHNITTCHEN
(Himbeer-Mohn Schnitten)

Für ein kleines Blech (ca. 16 Stück)

Für den Rührteig 
100 g Butter, mit
100 g Zucker,
1 Päckchen Vanillezucker und
1 TL Zimt flaumig rühren.

4 Eier einzeln gut 1-2 Minuten unterschlagen. Die Masse danach weiterrühren lassen.

200 g Mohn mit
50 g geriebenen Haselnüssen und
1 TL Backpulver mischen und mit dem Teigschaber vorsichtig unter die Buttermasse heben.

Auf ein Blech streichen und bei ca. 150°C etwa 1 Stunde backen (Stäbchenprobe). Die Masse auskühlen lassen.

Für die Creme 
250 g Magertopfen mit
80 g Staubzucker und
1 TL abgeriebene Zitronenschale (oder Zitronensaft) glattrühren.
250 ml Obers steif schlagen und unter die Topfenmasse heben.
Den erkalteten Boden in einen Backrahmen geben und die Creme darauf streichen.

Für die Himbeerschicht:
300 g Himbeeren, (circa), auf der Creme verteilen.
2 Päckchen roten Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten undlangsam über die Himbeeren leeren, sodass alle gut bedeckt werden (Das Gelee ist wichtig, es verlängert die Haltbarkeit der Beeren -  falls der Kuchen ratzeputz aufgefuttert wird, kann es weggelassen werden).

Alternative: Die Himbeeren pürieren und mit 30 g Zucker und 3 Blatt eingeweichter Gelatine zu  einem Guss verarbeiten, welchen man auf der Creme verteilt.

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