July 4, 2015

Mohn-Kirschkuchen

Ich bin ja eher auf der "gesunde Ernährung"s-Schiene, aber Nahrung hat für mich auch eine andere komponente: den Genuss! Natürlich schließt sich "gesund" und Genuss ganz und gar nicht aus - aber es gibt auch Genussvolles, das ebenso unter "Gehaltvolles" einzuordnen ist ;-) Das ist aber gar kein Problem, solange es eben ein Genuss"Moment" bleibt und nicht ein Dauerzustand :-)
Dieser Kuchen war der erste seit Jahren, der mich dazu bewogen hat, ein Stück zum Frühstück zu essen. Ich bin momentan süchtig nach Mohn, ich könnte ständig Dinge mit Mohn essen. In Kombination mit Früchten un einem Glas Milch wird es für mich zum Nonplusultra.




Gestern waren wir mit der Schule auf einem Ausflug in der Wachau, welche zum Waldviertel gehört. Dies ist ein traditionelles Mohnaunbaugebiet in Österreich, und dort habe ich ein neues Gebäck kennengelernt: Mohnzelten. Wäre ich nicht schon so voll gewesen, ich hätte drei davon verdrückt.  Eventuell sind es die Inhaltsstoffe, die mein Körper braucht? Oder einfach, weil er sensationell gut schmeckt (wobei sich hier ja die Geister scheiden... man liebt ihn oder man muss ihn gar nicht haben, nicht wahr?).
Zurück zu den Mohnzelten: müsste ich mir momentan etwas aussuchen wovon ich in nächster Zeit leben müsste, ich glaube ich hätte das Produkt gefunden ;-)
Allerdings eignet es sich leider wohl kaum für einen ausgewogenen Lebensstil... schade eigentlich ;)

Nichtsdestotrotz versorgt Mohn uns mit wichtigen, essentiellen Fettsäuren... bei 42% Bestandteil ebensolcher, sollte man vielleicht trotzdem Acht geben, nicht allzu viel davon zu erwischen.

Angst vor eventuellen "Rauschzuständen" im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes muss man aber auch nach einer Mohnstrudel/Kuchen/Zelten-Orgie nicht haben: Die Opiate, die aus dem berühmten "Schlafmohn" gewonnen werden stammen aus den unreifen Kapseln... und um unsere kleinen, schwarzen Liebes-Kugerl (schon die Griechen glaubten, es sei ein Aphrodisiakum ;) ) zu ernten, muss der Mohn reif sein.vor Zuckerrauschzuständen kann man sich allerdings tatsächlich nur mit verantwortungsvollen und gemäßigtem Konsum schützen :-).

Man kann für den Kirsch-Mohn-Kuchen sowohl eingelegte, als auch frische Kirschen verwenden. In meinem Fall waren es welche aus dem Glas, weil die frischen schon aufgefuttert und für Kirschkern-Weitspuck-Bewerbe genutzt worden waren.

Übrigens ist schon ein neuer Mohnkuchen im Kühlschrank, dieses Mal mit Himbeeren... und wegen der Mohnzelten melde ich mich sicher auch noch einmal ;-)
aber jetzt erst einmal zum:

MOHN-KIRSCHKUCHEN

für ein großes Blech

Den Ofen vorheizen: 180°C O/U

250 g flüssige, abgekühlte Butter mit
300 g Zucker schaumig schlagen.
5 Eier einzeln und 250 g cremiges Joghurt  unterrühren.

350 g Mehl,
80 g Puddingpulver Vanille,
3 TL Backpulver
200 g Mohn und
2 TL abgeriebene Zitronenschale mischen und unterheben.

600 g Kirschen auf dem Teig verteilen.

Den Kuchen ca. 55 min  backen.

Ganz wichtig übrigens: Echte Butter verwenden und keine Magarine- sonst ist der Geschmack nicht authentisch!


Serviertipp: Mit Zucker bestreuen und einem Glas Milch genießen.

 
Ich höre die Stille rauschen
und seh' die Dunkelheit sprühn,
vor meinen träumenden Augen
purpurne Mohnblumen blühn.

Auszug aus dem Gedicht "Mohnblumen" 
von Hermann Löns (1866 - 1914)


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