May 27, 2015

Melanzani-Tomaten Bharta und ein flottes Oliven-Ciabatta

Ihr wisst ja mittlerweile, dass ich mich ein bisschen für Ayurveda interessiere. Da ich ja einen Vata-Überhang habe, soll ich eigentlich Rohkost meiden... das fällt mir bisweilen etwas schwer :-) Letztens als ich wieder einmal dienstags nach Hause fuhr, hatte ich wieder mal richtig Lust auf Gemüse. Es war ein warmer Tag, und ich hatte nicht so viel Lust groß aufzukochen. Plötzlich hatte ich eine Eingebung (woher auch immer): Melanzani. Tomaten. Gibt's etwas Urlaubs-mäßigeres?



Was ist jetzt so ein Bharta? Also, es ist ein indisches Gericht, so viel kann man noch aus der Phonetik herauslesen. Es heißt so etwas wie "zerdrückt, zerstoßen" (oder "zergatscht", wie es in meinem Dialekt heißen würde ;-) ) und bezeichnet eben Gemüse, mit dem so verfahren wurde. In diesem Fall vor allem Melanzani. Ich hab's nach meinen eigenen  Vorlieben gemacht, aber natürlich kann man das Rezept je nach persönlichem Geschmack variieren:

Melanzani-Tomaten Bharta

für eine Person

1 Melanzani halbieren,
die Haut einritzen und bei 200°C im Rohr ca. 25 min grillen (bis das Fruchtfleisch ganz dunkel und weich ist). Danach herausgeben und auskühlen lassen.
Währenddessen die anderen Zutaten vorbereiten:
Eine Knoblauchzehe zerdrücken und  
zwei mittelgroßeTomaten klein würfelig schneiden.
Das Melanzani Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen und mit einer Gabel zerdrücken.
Etwas Öl in einem kleinen Topf erhitzen und 
2 EL Brotgewürz (eine Mischung aus Anis, Fenchel und Kümmel) anrösten.
Mit etwas Paprikapulver und/oder Curry stauben.
Den Knoblauch und die Tomatenwürfel dazugeben, einmal fest rühren, alles kurz dünsten, am Ende die zerdrückte Melanzani einrühren.
Mit Salz, Pfeffer und Chili nach Bedarf würzen.
Mit Parmesan bestreuen (optional... für das Italien-Feeling ;-) )


Ach ja... Menschen die dem exotischen nicht so zugeneigt sind wie ich würde ich die Geschichte übrigens als "Griechisches Gulasch" verkaufen. Wegen der Melanzani. Klingt doch gleich viel heimischer und deftiger ;-)

Schmeckt übrigens gut zu Couscous, Reis, Bulgur, Hirse und Quinoa, aber natürlich auch mit Baguette, Pita, Naan-Brot (original) oder eben Ciabatta.



Bei mir gab's wieder mal Ciabatta. Ich weiß nicht wieso, aber momentan steh' ich total drauf. Ich glaube es ist, weil mir ganz einfach die Sonne fehlt, und Ciabatta für mich einfach genauso wie Tomaten und Melanzani Süden und Sonne bedeutet. Aber der Wetterbericht für die nächsten Tage gibt ja tatsächlich Hoffnung: Ist der Blues endlich vorbei? Ich hoffe sehr darauf!

Bis dahin können wir uns ja mit gutem Essen Abhilfe schaffen. Das Besondere an Ciabatta ist ja eigentlich die lange Gehzeit. Die hat man aber nicht immer. Also, die Zeit... oder man will sie nicht haben ;-) Es gibt viele großartige Rezepte für Ciabatta, bei denen der Teig aber einen Tag lang gehen sollte, bzw. eine Nacht. Das tolle an dem Rezept ist: Nach einer Stunde ist das erledigt, und es schmeckt trotzdem super :-)

Oliven-Ciabatta

für zwei Stangen à ca. 15 Scheiben

200 g Dinkel-Vollkornmehl mit
300g Weizenmehl,
1 Packung Trockenhefe,
1 EL Salz,
1 TL Zucker und
50 g zerkleinerte, abgetropfte Oliven mit
420 ml lauwarmem Wasser in einer Schüssel mischen
Mit einem Kochlöffel vermengen.
40 ml qualitativ hochwertiges Olivenöl zugeben und  kurz kneten. Dann den Teig mit Mehl stauben und ca. 1 Stunde gehen lassen.

Den Ofen auf 200°C vorheizen. den Teig in zwei Hälften teilen und auf einer bemehlten Unterlage zu zwei Stangen drehen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und ca. 20 min backen.
Am ersten Tag ist die Kruste wunderbar knusprig =)

"Es gibt Wichtigeres im Leben,
als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen."

- Mahatma Gandhi

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