May 6, 2015

Heidelbeerkuchen mit Apfelstückchen... und Frühlingsimpressionen





Der Frühling kommt 
mit dem Goldregen. 

Wenn alle anderen Blätter 
sich noch in den schützenden Ästen verkriechen 
sind es die seinen, die mutig und golden ihre Fühler 
in das noch kalte Freie strecken 
und der letzten Kälte des sich zurückziehenden Winters trotzen. 
Vielleicht liegt es an den Palmkätzchen, 
die zu ihnen in die Ostervase kommen 
und aussehen wie kleine, schützende Wollmützchen? 



So bahnen sich auch die Frühblüher 
ihren widrigen Weg durch den Matsch, 
(der früher einmal eine Schneedecke gewesen sein mag).

Nach den Schneeglöckchen 
kommen im Garten die 
Märzenbecher, Narzissen, 
und schließlich die Tulpen.
Auf der löwenzahngelben Wiese 
summen die Bienen.


Wenn die Gefahr für nächtlichen Frost sinkt, 
trauen sich auch die Obstbäume langsam auszuschlagen. 
Manchmal mischen sich die Blüten des Birnenbaums 
noch mit Schneeflocken. 
Dann müssen wir um unser herbstliches Obst zittern. 
Doch dieses Jahr sieht es gut aus, 
für eine reiche Ernte: 
Die Nächte bis zu den Eisheiligen sollten frostfrei bleiben.



Auf meinen Weg zur Arbeit 
säumen Flieder 
und Wildrosenbüsche 
den Weg. 
Was für ein herrlicher Spaziergang 
durch den Morgen. 
An beinahe jedem zweiten bleibe ich stehen 
und nehme mir Zeit 
daran zu riechen. 
Ihr wunderbarer, intensiver Duft 
begleitet mich durch den Tag.

Und dann zu Hause: 

Das Erdbeerfeld blüht. 

Jetzt ist der Frühling wirklich da.




Wenn ich mir Gedanken über meine liebste Jahreszeit mache, kommen mir für jede einzelne wirklich gute Argumente. Besonders viele natürlich für den Frühling: Die wärmenden Sonnenstrahlen nach dem Winter, die Zeit des "Neubeginns" und "Aufwachens" nach dem Winter. Ich liebe es.

... aber wie könnte ich den Sommer nicht lieben? Allein der Geruch von Sonnencreme schafft es schon mich in ein entspanntes Urlaubsfeeling zu manövrieren... morgendliche Radtouren, während die Welt noch schläft, Sonnenbaden, Gartenfeste... und außerdem ist Sommerzeit Grillzeit. 

Und dann der Herbst (wohl trotzdem mein ewiger Favorit... vielleicht weil ich Geburts-wegen ein Herbstkind bin?): Zeit der Ernte, der goldenen Sonne und Ähren, der vollen Felder und bunten Blätter, die Natur schmückt sich in den tollsten Farben - für mich ist es außerdem der eigentliche Beginn des "Arbeitsjahres", und jedesmal freue ich mich wieder darauf. 

Doch auch der Winter: Die stille Zeit des Jahres, Weihnachten, Handwerks-Märkte, gemütliche Glühweinabende, Schnee... und natürlich das Überdrüberargument: KEKSE!

Kurzum: Ich liebe den Jahreskreis, und bin froh in unseren Breiten geboren zu sein, um ihn jedes Jahr wieder miterleben zu dürfen.

Nun ist also Frühling - und es ist nicht nur Zeit Haus und Kleiderschrank zu entrümpeln - sondern auch das Gefrierfach. Hier findet sich nämlich noch allerhand übrig Gebliebenes vom letzten Jahr: Und seien wir mal ehrlich: Sobald's die ersten frischen Erdbeeren gibt, beginnt die neue Saison, und da wird maximal Neues eingefroren, und das Alte uninteressant.

Deshalb gilt es jetzt noch vergrabene kulinarische Schätze zu bergen und Köstliches daraus zu zaubern.

Auf der Suche nach einem einfachen Rührteig-Rezept mit Joghurt bin ich auf dieses hier gestoßen: Ich habe nicht viel verändert, außer dass ich die Menge halbiert habe (ging ohne Probleme) und die Hälfte des Mehls durch Dinkelmehl ersetzt und den Zimt weggelassen habe. Der Kuchen wurde wunderbar saftig, fruchtig, flaumig und die Familie hat ihn ratzeputz aufgegessen... so wie's sein sollte :)

Heidelbeerkuchen mit Apfelstückchen

nach einem Rezept von Zimt und Tinte

Und: Ich mag Kafka eigentlich nicht sonderlich... aber mit diesem Spruch hatte er recht:

Jeder,
der sich die Fähigkeit erhält
Schönes zu erkennen
wird nie alt werden.

1 comment:

  1. Very cool! Have a wonderful wednesday sweetie!

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